Einladung Vortrag Voodoo eine Kulturveranstaltung? 5. Nov


Voodoo (Vodoun) eine Kulturveranstaltung?

Oder der Versuch ein afrikanisches kulturelles System kennen zu lernen.

„Vodoun“, „Vudu“ oder „Woodoo“ Kaum ein Begriff ist in Europa und besonders in Deutschland so negativ besetzt wie Woodoo, ein Begriff, über den noch nicht einmal ein orthographischer Konsens erzielt werden konnte. Ebenso unklar wie die Schreibung ist der Inhalt. Oft wird darunter etwas Negatives, Unheimliches, etwas, das mit dunklem Zauber und okkultem Hokuspokus zu tun hat, verstanden. Schnell sind wir geneigt, anzunehmen, dass wir genau über Woodoo Bescheid wissen.

Auf der anderen Seite wird Vodoun mit zu Weilen selten positiver Aufmerksamkeit begegnet. Papst Johannes – Paul II hat den sogenannten „Grand Kommandeur“ der Vodoun Kulten in Bénin getroffen. In Assisi waren Vodoun Anhänger zum ersten Gebet der Religionen miteingeladen und anwesend. Das Land Benin erkennt gar Vodoun als Religion an usw. usw.

Bei diesem Vortrag wird versucht das Phänomen Vodoun mit Hilfe gesicherter Daten zu „durchleuchten“. Der soziokulturelle und philosophische Rahmen in dem Vodouns entstanden sind und eine wichtige Funktion haben, soll so verständlich wie möglich dargelegt werden. Anhand wichtiger Kernfragen wird erörtert, wie im System Vodoun das Leben aufgefasst wird.


Zum Referenten: F. D. Zinflou

Um Hege und Pflege aber auch die Weitergabe von Wissen von Generation zu Generation zu gewährleisten, hatten die alten Könige von Abomey (Dahomey), das Land in dem das System Vodoun entstanden ist und weiter besteht, in einem Stadtteil der Hauptstadt gleichen Namens, in unmittelbarer Nähe ihres Palastes, Kunsthandwerker, Künstler, aber auch Spezialisten der Geomantie (Wahrsagekunst), Heiler, Pflanzenspezialisten und Woodoospezialisten, versammelt. Dort lebten sie mit ihren Familien und arbeiteten für die Könige. Die dort entstandene Gemeinschaft besteht heute noch.
In dieser Gemeinschaft ist der Referent Dr. Félicissime Dominique Zinflou aufgewachsen und konnte Kenntnisse zu der Thematik erwerben. Lange Gespräche mit „den Alten“, die als die „Träger des Wissen“ betrachtet werden, aber auch der Kontakt mit Forschern, die diese „Alten“ im Rahmen der Recherchen für ihre Arbeiten aufsuchten, ergänzten die vorhandenen Kenntnisse.
Für diesen Vortrag, wurde zusätzlich umfangreiches schriftliches Material herangezogen.

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